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Feb 11
Nierengurt
Speziell Motorradfahrer wissen um die Gafährlichkeit von Verkühlungen im Bereich des Nackens oder unteren Rückens. Vor allem bei kühlerer Witterung stellen sich sehr schnell unangenehme Empfindungen ein aber auch während der Sommermonate besteht das Risiko von Unterkühlungen durch Schweiß in Verbindung mit dem Fahrtwind. Da der Großteil der Motorradfahrer in dieser Hinsicht jedoch sensibel ist, tragen die meisten deshalb Nierengurte.
Was ist ein Nierengurt?
Prinzipiell ist ein Nierengurt ein wärmendes Bekleidungsstück in Form eines etwa 20 Zentimeter breiten Gürtels. Er wird entweder unter der Kleidung unsichtbar getragen oder auch sichtbar darüber. Zum Tragen unterhalb empfiehlt sich atmungsaktives Material; auf der Motorradkleidung getragen sollten Ausführungen aus Leder zum Einsatz kommen. Der Nierengurt hält dabei den Fahrtwind vom empfindlichen Nierenbereich fern und kann auch bei einem Unfall oder Sturz gute Dienste leisten.
Welche Arten von Nierengurten gibt es?
Am verbreitetsten sind Varianten aus Leder, welche unter der Motorradjacke getragen werden. Ältere Modelle besaßen zum Schließen meist zwei oder drei Schnallen oder auch einen Reißverschluss. Erst in letzter Zeit befinden sich Nierengurte mit Klettverschluss auf dem Vormarsch, welche praktischer anzulegen sind. In vielen Motorradkombis werden Nierengurte bereits unsichtbar als Jackenabschluss integriert, was den Tragekomfort sehr erhöht. Auch gibt es elektrisch beheizbare Nierengurte für die Wintermonate, welche über die Batterie des Motorrades versorgt werden. Ausführungen mit Wärmegelfüllung konnten sich hingegen kaum durchsetzen.
Nachteile von Nierengurten
Wie jedes Kleidungsstück, so nimmt auch ein Nierengurt einen gewissen Platz am Körper ein. Füllige Menschen empfinden einen Nierengurt eher als Behinderung und vermeiden es daher einen solchen anzulegen. Aber auch Motorradfahrer mit Normalfigur können das Tragen bisweilen als störend empfinden, da ein Bücken sehr erschwert wird und auch bei längeren Fahrten die Kanten des Gurtes mitunter in die Bauchregion drücken.